KOMM

Förderung und Integration von Eltern und Kindern 
seit 2007

»komm« – wir reden!
»komm« – wir helfen!
»komm« – mach mit!

2019 Fortsetzung des Deutsch-Sprachkurses für Frauen

„Frauen verschiedener Nationalitäten, mit unterschiedlichsten Qualifikationen sowie Lebenshintergründen nehmen derzeit am Kurs teil. Unter fachlicher Begleitung erlangen sie Sprachkenntnisse, um ihren beruflichen und familiären Alltag selbständig zu organisieren. Für diese Frauen ist es ein erster Schritt, sich und ihre Familie zu integrieren.” sagt Natalie Ernst, die Leiterin der DRK Sozialarbeit in Ellwangen.

2018 Zwischenbericht

„Augenblicklich erleben wir wieder einen stärkeren Zulauf von Frauen unterschiedlichster Nationalitäten. Die Anliegen dieser Frauen sind unterschiedlich. Vielfach auch der Wunsch zur Teilnahme an unserem niederschwelligen Deutschkurs. Was aktuell besonders auffällt sind zunehmend junge Frauen in oder nach Trennungssituationen mit Überforderungssyndromen unterschiedlichster Art. Mehrheitlich benötigen Sie sehr viel individuelle Zuwendung besonders im Hinblick auf die teils noch sehr jungen Kinder für die sie die Verantwortung wahrnehmen müssen. In die Bildungs- und Betreuungsarbeit dieser jungen Frauen fließt Eure Spende.“ Zita Forster  

2015 Projekterweiterung

KOMM Elterncafé

Elementare Bildung der Frauen und gezielte Förderung ihrer Erziehungskompetenz mit besonderem Blick auf die schulische Bildung ihrer Kinder.

Zielgruppe
Eltern – vornehmlich Mütter – aus benachteiligten und bildungsfernen Milieus mehrheitlich mit Migrationshintergrund.

Ziele

  • Vertrauensaufbau bei den jungen Müttern für einen guten Zugang zu den Lehrkräften und der Institution Schule
  • Wissen um Regelabläufe im Schulalltag vermitteln. 
  • Im Elterncafé sollen die eigenen Kompetenzen der Mütter erkannt und gestärkt werden. Möglichkeiten zur Beteiligung im Schulalltag werden aufgezeigt.
  • Individuelle Begleitung der Mütter in Fragen der Bildung ihrer Kinder wahrnehmen. 
  • Erziehungskompetenz fördern, Selbstständigkeit in der Wahrnehmung ihrer erzieherischen Verantwortung erweitern.
  • Integration der Kinder in unsere Gesellschaft und das Bildungssystem von Anfang an.

 

Drei Handlungsschwerpunkte

offenes Gruppentreffen – Elterncafé
Monatliches Treffen im DRK Haus: Aktuelle Fragstellungen (z.B. was benötigt ein Kind zum Sportunterricht oder pädagogisches Handeln bei Schwierigkeiten im Erziehungsalltag) 

Hausbesuche
Nach Bedarf und auf Wunsch der Mütter. Inhalte sind hier meist Erziehungsprobleme, die sowohl durch die kulturellen Unterschiede, mehr noch durch die mangelnde elementare Erziehungskompetenz der jungen Frauen entstehen. 

Alphabetisierungs- und Sprachkurs
Zwei Mal wöchentlich stattfindender Alphabetisierungskurs, um die Lese- und Schreibkompetenz der Eltern zu fördern und um die deutsche Sprache zu erlernen. 
 

Initiatorin und Leitung
Zita Forster, Mobile Jugendsozialarbeit Ellwangen, DRK Kreisverbands Aalen e. V. 
 

Kooperationspartner
Gemeinschaftsschule Buchenbergschule Ellwangen, zwei Sozialpädagoginnen der Schulsozialarbeit
Übersetzerin aus dem Milieu, Fachübersetzerin
Jobcenter

 

2015 Erkennbare Erfolge

»Mütter beginnen Verantwortung zu übernehmen. Z.B. entschuldigen sie ihre Kinder nun häufiger selbstständig in der Schule bei Fehlzeiten. Bemühen sich ihre Kinder in Kindergärten anzumelden. Die bisherigen Erfahrungen haben uns gezeigt, dass unsere sehr umfassender und gezielter Einsatz in diesen Familien - ganz besonders um die Frauen - Veränderungen bewirkt, die so nachhaltig sind, dass wir heute Kinder aus diesen Familien in weiterführenden Bildungseinrichtungen haben, Mütter teils in regelmäßigen Arbeitsverhältnissen zu ihrem eigenen Lebensunterhalt beitragen und nur noch wenig Unterstützung durch uns benötigen.«

2007 Projektstart

Zielgruppe
Familien mit minderjährigen Kindern aus West-Thrakien

Hintergrund
In den Ellwangen Wohngebieten Goldrain und Hungerberg/Kleffelteich leben sogenannte »Komotini« Familien mit minderjährigen Kindern, deren Integration bislang immer noch nicht gelungen ist. Es handelt sich um muslimische, türkisch sprechende Zuwanderer aus einer griechischen Stadt Komotini in West-Thrakien. Etwa die Hälfte der Einwohner dieser Stadt sind ethnische Türken mit griechischem Pass. Sie sind Nachkommen der Türken, die vom Bevölkerungsaustausch zwischen der Türkei und Griechenland infolge des Lausanner Vertrags von 1923 ausgeschlossen worden sind.

Auffallend bei diesen hier lebenden Familien sind:

  • sehr schlechte deutsche Sprachkenntnisse
  • schlechter Bildungsgrad, häufig Analphabetismus bei den Erwachsenen
  • hohe Arbeitslosigkeit; oft nur Tätigkeit als Hilfsarbeiter mit Verdienstmöglichkeiten unterhalb des Exitenzminimums
  • sehr geringer Bildungserfolg bei den Kindern, hohe Quote von Förder- und Sonderschülern
  • Diskriminierung als »Zigeuner« auch durch andere hier lebende Migranten, worunter insbesondere die Kinder zu leiden haben
  • sehr schlechte Wohnsituation in zu kleinen Wohnungen
  • Familiengründungen fast ausschließlich innerhalb der Gemeinschaft, häufig mit einem neu zugewanderten Partner aus der Herkunftsstadt.

Die Kinder verfügen in der Regel über keinerlei deutsche Sprachkenntnisse, wenn sie in den Kindergarten kommen, da schon die Mütter die Sprache nicht beherrschen. Die schulische Motivation nimmt regelmäßig nach der Grundschulzeit deutlich ab und viele der Kinder nehmen nur noch unregelmäßig am Unterricht teil. Häufig kommt es zu monatelangen Unterbrechungen des Schulbesuchs durch Aufenthalte der Kinder in der griechischen Heimat, meist infolge von Ehestreitigkeiten der Eltern. Die älteren Kinder fehlen sehr oft in der Schule, weil sie bei Ämterbesuchen der Eltern dolmetschen müssen.

 

Projektidee

Aufbauend auf bereits bestehende Kontakte der »Mobilen Jugend- und Sozialarbeit Goldrain« zu einzelnen Familien und vielen der Kinder möchten wir die Situation dieser Bevölkerungsgruppe, insbesondere der Kinder und Frauen verbessern.

 

Projektziele

  • Förderung der Sprachkompetenz der Mütter
  • Abbau der Diskriminierung
  • Übersetzungshilfen bei Ämterkontakten
  • Verbesserung des elterlichen Kontakts zur Schule
  • Unterstützung und Beratung der Eltern
  • Freizeitangebote für Kinder/Jugendliche in den Bereichen Computer, Internet, Multimedia, Sport
  • zusätzliche Sprachförderung für die Kinder
  • Unterstützung der Kinder/Jugendlichen bei schulischen Defiziten

 

Umsetzung

Die Maßnahmen sollen vor allem von Honorarkräften durchgeführt werden. Zusätzlich soll ein geeignetes Mitglied der Gruppe zur Mitarbeit gewonnen werden. Auch hier ist eventuell ein Honorar erforderlich.

  

Zeitfenster
unser Projekt seit 2007

Projektpartner
DRK Mobile Jugend- und Sozialarbeit Ellwangen, Goldrain


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