courage (ehemals Esperanza 2.0)

Finanzierung einer therapeutischen Fachkraft, die betroffene Frauen 
in einer Krisenintervention professionell begleitet.
— ab 2017 —

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Zwischenbericht 2017

Teilgenommen haben 40 getrennt lebende, geschiedene, ledige alleinerziehende Frauen. 
Die Anzahl ihrer Kinder beläuft sich auf insgesamt 85.

29 Frauen zeigten eine psychische Auffälligkeit (Traumatisierung, Suizidversuch, Sucht, Co-Abhängigkeit, Erschöpfungssyndrom, Depressionen, Borderline-Störung, Angststörung, ADHS, kognitive Einschränkungen).
13 Frauen lag eine physische Auffälligkeit vor (Diabetes, Allergien, Magenprobleme, Tumore, Übergewicht, Migräne, Entzündungen, Bandscheibenvorfall, Infektanfälligkeit, Herz-Kreislaufprobleme).
19 Frauen hatten Erfahrungen von Gewalt und/oder sexuellen Missbrauch.
4 Frauen zeigten keine psychischen und physischen Symptome.

In der vorgegebenen Dauer von 6 Monaten mit teilweiser Verlängerung auf 12 Monaten gab es folgende Ergebnisse:
9 Frauen wurden in den 1. Arbeitsmarkt in eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitanstellung vermittelt
2 Frauen machten einen Bundesfreiwilligendienst in Teilzeit
1 Frau wurde in die Ausbildung Hauswirtschaft BIWAQ vermittelt
1 Frau machte sich selbstständig
5 Frauen gingen in weiterführende Projekte wie TAFF 2.0., Das Frauenprojekt, BIWAQ
2 Frauen haben einen Sprachkurs C1 aufgenommen

3 Teilnehmerinnen haben krankheitsbedingt das Projekt beendet 
3 Teilnehmerinnen wurde wegen mangelnder Mitwirkung gekündigt
1 Teilnehmerin wurde in die psychosomatische Klinik begleitet
bei 1 Teilnehmerin endete die Projektlaufzeit

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Projektbeschreibung

Esperanza 2.0 ist ein Projekt zur persönlichen Stabilisierung und beruflichen Orientierung
für alleinerziehende Frauen im ALG II Bezug.

Projektträger
Aktion Jugendberufshilfe im Ostalbkreis (AJO) e.V.

Projektteilnehmerinnen
Alleinerziehende Frauen im ALG-II-Bezug mit und ohne Migrationshintergrund aus dem Ostalbkreis. Ein Großteil der Frauen, die am Projekt Esperanza teilnehmen leiden unter physischen und psychischen Auffälligkeiten, haben Gewalt und sexuellen Missbrauch erlebt.

Projektziele

  • Stabilisierung der Lebenssituation der alleinerziehenden Frauen und deren Kinder
  • Stärkung der persönlichen und fachlichen Kompetenzen im Hinblick auf eine erfolgreiche Bewältigung der vielfältigen Probleme
  • Beseitigung von besonderen Vermittlungshemmnissen 
  • Verbesserung des Zugangs und der Teilhabe am Arbeitsmarkt


Projektfinanzierung
Das Projekt wird bis Ende 2018 überwiegend über regionale ESF-Mittel (Europäischer Sozialfond) und eine Kofinanzierung durch das Jobcenter finanziert.

Projekterweiterung durch den SI-Club Ellwangen/Jagst
Mit der vorhandenen Finanzierung kann das Projekt abgedeckt werden. Gelder fehlen aber für eine therapeutische Fachkraft, die den Bereich der Krisenintervention professionell begleitet.

Mit Hilfe einer therapeutischen Fachkraft sollen die Frauen in ihrer Krise unterstützt und gestärkt werden. Die Krisenintervention soll ihnen ermöglichen ihre traumatischen Erfahrungen aufzuarbeiten und wieder handlungsfähig zu werden, um ihr Leben und das ihrer Kinder autonom gestalten zu können. Durch Einzelgespräche werden die Teilnehmerinnen soweit stabilisiert, dass weiterführende Vermittlungsprojekte, wie z.B. die Teilhabe am Arbeitsmarkt darauf erfolgreich aufbauen können. Die Krisenintervention ist daher unabdingbare Grundlage um perspektivisch an den Gesamtinhalten des Projektes teilnehmen zu können, und die damit verbundenen Ziele zu erreichen.

Inhalte dieser Gespräche sind 

  • Anamnese der Gesamtsituation
  • Psychosoziale Stabilisierung
  • Analyse der eigenen Stärken und Schwächen
  • Kompetenztraining in den Bereichen Erziehungskompetenz, Stressbewältigung, Kommunikation, Konfliktmanagement, Ressourcen erkennen und einsetzen und gesundheitsförderndes Verhalten.


Zeitfenster
ab 2017, für vorerst zwei Jahre Ermöglichung der Projekterweiterung durch eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 3.500,– Euro


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